Category Archives: Personal Photo Projects

TIMELESS BURMA – Neue Bilderserie anlässlich meiner zehnten BurmareiseTIMELESS BURMA – New image series on the occasion of my 10th Burma journey

[:en]

A Chin lady from Mindat.

„No other country left a deeper impression within my soul than Burma“, says Berlin-based author, globetrotter and photographer Malte Clavin.

He roams towns, caves, grasslands, and cloisters, visited mountain people and documents festivals, weddings and cremations. For him, the greatest discovery is getting to know the people of Burma, their stories, their touching hospitality and warmth.

Since his first visit in 2004, Clavin returned to Burma ten times – sometimes alone, sometimes with his family – and discovered something new during each trip. „In Burma’s people I recognize forbearance, gentleness, kindness, mindfulness – all wonderful, very desirable characteristics. Their dignity and strength, despite poverty and oppression, is amazing. I don’t know, how they do it. I just know that I want to grow the same qualities within me. That’s why I continue to come back.“

Clavin’s photographic journey TIMELESS BURMA brings to mind the great days of film cameras, hence the analog artifacts: paper abrasion, stains, scratches, frayed edges, vignettes. The photographs could have been taken many decades ago, or just on another day. It is the celebration of something almost lost, a declaration of love for the country and its people, and their timeless values.

See the pictures here[:de]

Eine Chin-Frau aus Mindat.

„Kein anderes Land hat sich hartnäckiger in meine Seele eingeschmuggelt als Burma.“, sagt der in Berlin lebende Fotograf, Autor und Speaker Malte Clavin.

Er durchstreift Städte, Höhlen, Felder und Klöster, wandert zu abseits gelegenen Bergvölkern und dokumentiert Novizenfeiern, Hochzeiten und Feuerbestattungen. Die größte Entdeckungen sind für ihn dabei die Menschen Burmas, ihre berührende Duldsamkeit und Warmherzigkeit, ihre Geschichten.

Seit seinem ersten Besuch in 2005, kehrte Clavin zehnmal zurück – manchmal allein, manchmal mit seiner Familie – und entdeckte auf jeder Reise etwas Neues. „In den Menschen Burmas erkenne ich Duldsamkeit, Sanftmut, Liebenswürdigkeit, Achtsamkeit – allesamt wunderbare, erstrebenswerte Eigenschaften. Die Würde und Stärke, die sie trotz Armut und Unterdrückung wahren – ist erstaunlich. Für mich ist es ein Wunder, wie sie das schaffen. Ich kann es mir nicht erklären. Ich weiß nur, dass ich daran wachsen möchte. Deshalb werde ich weiter dort hinfahren.“

Clavin fotografische Reise TIMELESS BURMA ruft die Tage der analogen Fotografie in Erinnerung – und konsequenterweise die damit verbundenen Artefakte, die „magische Patina“, wie Clavin es nennt: Papierabrieb, Vignettierungen, Kratzer, Ausfransungen, Unschärfe, Flecke. Die Fotografien hätte vor Jahrzehnten entstehen sein können – oder erst vor kurzem. Es ist eine feierliche Zeremonie von etwas, was fast verloren zu sein scheint, auf jeden Fall eine Liebeserklärung an das Land und seine Menschen – und an deren zeitlose Werte.

Generated by Facebook Photo Fetcher 2


 

[:]

Burma ExposéBurma synopsis

In diesem Land scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Goldenes Burma – tropisch, gebirgig, fromm. Ein Vielvölkerstaat mit über 150 verschiedenen Ethnien und hunderttausenden Mönchen in abertausend Klöstern.

Ausländer sind hier erst seit kurzem willkommen. Seit mehr als 40 Jahren regieren die Generäle. Sie hielten Burma – das sie Myanmar nennen – bislang unter Verschluss und haben es zu einem der ärmsten Länder der Welt heruntergewirtschaftet.

Doch es sind auch Zeichen des Aufbruchs zu erkennen: Der Handel mit den Nachbarn China und Thailand floriert, in den Großstädten Mandalay und Yangon füllen sich die Regale mit Elektronikwaren. Trotz wirtschaftlicher Isolation, politischer Willkür und ärmlichster Verhältnisse haben sich die Menschen Burmas eine archaische Warmherzigkeit und Anmut bewahrt, die in den westlichen Industrienationen nicht mehr zu finden ist.

Auf dem Lande blickt man sogar zurück bis in die vorindus-trielle Geschichte: Ochsenkarren pflügen Reisfelder, nach Einbruch der Nacht wird fröhlich am offenen Feuer weitergearbeitet. Dann kann man vielleicht für sich erkennen: Es braucht nicht viel im Leben.

Dies und der Umgang der Menschen Burmas mit dem eigenen Leben, ihre Leidensfähigkeit, Neugier und Freude trotz widrigster Umstände – das beeindruckt und berührt mich tief. Und das hat mich auch zu meinem langfristigen Fotoprojekt BURMA – LOST AND FOUND inspiriert.

Alle Bilder des Exposés hier in der englischen Version.

 

Generated by Facebook Photo Fetcher 2


527 Euro donation to Myanmar Kid’s Aid527 Euro Spende an die Myanmar Kinderhilfe

Today I transferred 527 Euro to Myanmar Kid’s Aid (Myanmar Kinderhilfe), a Frankfurt based German development association. For each so-called „fan“ on my Facebook page – so not only the new one’s – I donated one Euro. Due date was 31 December. And eventually 527 Euro were in the pot! I am very, very happy with the result and the „spread-the-word“-drive of many of the supporters. Thanks to all of you. I will repeat this in late 2012.
.Heute habe ich 527 Euro an die Myanmar Kinderhilfe, einen Förderverein mit Sitz in Frankfurt, überwiesen. Für jeden sogenannten „Fan“ auf meiner Facebookseite – also nicht nur für die neuen aufgrund dieser Aktion – spendierte ich einen Euro. Bis einschließlich 31. Dezember. Und schließlich klimperten satte 527 Euro im Pott! Ich bin sehr froh über dieses Ergebnis und danke allen „Word-of-mouth“-Evangelists! Ich werde das 2012 wiederholen.
.

Neues Exposé: Veddas – das letzte Urvolk Sri LankasNew synopsis: The Vedda people – the last natives of Sri Lanka

Eine Bildauswahl finden Sie hier auf der englischen Sprachversion dieser Seite, alle Bilder dort haben eine deutsche Bildunterschrift.


Die Veddas – oder Wanniya-laeto (=Waldbewohner), wie sie sich selbst nennen – existieren als neolithische Gemeinschaft seit mindestens 16.000 v. Chr. Genetisch sind sie mit den Aborigines Australiens verwandt, was man noch deutlich in einigen Vedda-Gesichtern erkennen kann.

Viele Veddas haben sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte mit den Singhalesen assimiliert, nur wenige hundert leben noch als Jäger und Sammler in dörflicher Gemeinschaft in Naturparks, ohne Strom und fließend Wasser und mit nur wenigen Zivilisationskontakten.

Vedda-Kinder können erst seit 1989 eine Schule besuchen, ältere Stammesmitglieder sind gänzlich ohne Schulbildung. Von Dingen außerhalb ihres Lebensraumes wissen sie nur wenig, Barak Obama, George W. Bush, 11. September 2001, Gandhi, Adolf Hitler – davon haben die meisten Älteren nie etwas gehört. Ich frage weiter. „Zweiter Weltkrieg?“, murmelt der 75jährige Kiri Bandiya, „Das muss zur Zeit der Engländer gewesen sein“. „Internet“, sagt der 48jährige Vijaiatho, „das gibt es in Mahiyangana“ und deutet mit wackelndem Zeigefinger in Richtung des mit 15 Kilometer nächstliegenden srilankischen Ortes.

Wie viele andere indigene Völker auch sind die Veddas anfällig für Verlockungen der Zivilisation, so existieren Fälle von Zuckerkrankheit und Alkoholismus. Ein Vedda holt im Schutz der Dunkelheit heimlich sein Mobiltelefon hervor, um darauf herumzuspielen. Es ist ihm peinlich, da es für ihn ein Bruch der Tradition bedeutet und er Schelte vom Stammeschef fürchtet. Nach ein paar Sekunden verschwindet sein Schatz wieder in den Falten seines Sarongs.

Einige hundert Veddas leben noch als authentisches Urvolk mit archaischen, fragilen Traditionen und mit noch minimalen zivilisatorischen Einflüssen.

Viele Veddas haben sich im Verlauf der letzten Jahrzehnte mit den Singhalesen assimiliert, nur wenige hundert leben noch als Jäger und Sammler in dörflicher Gemeinschaft in Naturparks, ohne Strom und fließend Wasser und mit nur wenigen Zivilisationskontakten.

Wie viele andere indigene Völker auch sind die Veddas anfällig für Verlockungen der Zivilisation, so existieren Fälle von Zuckerkrankheit und Alkoholismus. Ein Vedda holt im Schutz der Dunkelheit heimlich sein Mobiltelefon hervor, um darauf herumzuspielen. Es ist ihm peinlich, da es für ihn ein Bruch der Tradition bedeutet und er Schelte vom Stammeschef fürchtet. Nach ein paar Sekunden verschwindet sein Schatz wieder in den Falten seines Sarongs.

Mein persönlicher Eindruck von den Veddas ist: Einige hundert Veddas leben noch als authentisches Urvolk mit archaischen, fragilen Traditionen und mit noch minimalen zivilisatorischen Einflüssen. Dies hat mich während meines fünftägigen Besuchs im März 2010 sehr berührt und zu diesem Exposé inspiriert.

Generated by Facebook Photo Fetcher 2


 

Read more »

35 Bilder aus BURMA – LOST AND FOUND35 images from BURMA – LOST AND FOUND

Bitte wählen Sie für die Bildauswahl die englische Sprachversion dieser Seite, alle Bilder dort haben eine deutsche Bildunterschrift.

.

Generated by Facebook Photo Fetcher 2