Category Archives: Persönliche Photoprojekte

‚WELTKLASSE – Die Welt als Klassenzimmer‘ als Doppel-DVD, HD-Download und YouTube-Film

„Furchtbar. Grauenvoll. Mein Inneres schmerzt.“

„Genial, fantastisch, so gut aufgebaut, spannend, unglaublich!“

„WELTKLASSE ist wirklich weltklasse!“

„Fantastische Dokumentation.“

„Mit sehr viel Liebe gemacht.“

Zu den Rezensionen am Seitenende

 

‚WELTKLASSE – die Welt als Klassenzimmer‘
18 Monate in Südostasien – entdecken, staunen und grenzenlos lernen.

Ab sofort erhältlich als Doppel-DVD oder Download in HD-Qualität oder als YouTube-Film (Streaming).

„Unsere Reisen sind ein Vielfaches dessen wert, was sie gekostet haben. Denn unsere Reiseerfahrungen sind Einzahlungen auf ein seelisches Bankkonto, das über die Zeit zu einem wertvollen Lebensschatz heranreift. Du trägst diesen Schatz immer bei Dir, niemand kann ihn dir nehmen – und du kannst jederzeit daraus schöpfen.“

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DVD 1 – Die komplette Film-Fotoshow WELTKLASSE in Top-Studioqualität

Die Clavins machen es wahr: die Welt als Klassenzimmer! Mit ihren Töchtern Amelie und Smilla fliegen sie drei Mal nach Südostasien, Sri Lanka, Malaysia/Borneo/Brunei – zusammengerechnet 18 Monate.

Malte Clavin und Tochter Amelie erzählen von faszinierenden Menschen, wilden Tieren und fremden Kulturen. Zu den kleinen und großen Abenteuern des quirligen Alltags gehört z.B. der Aufstieg zum „Adam’s Peak“ (Amelie: „Das war das Anstrengendste, was ich je gemacht habe“), das Bad der verwaisten Elefantenkinder, wochenlanger Barfuß-Alltag unter Palmen und das Lernen für die deutsche Schule im eigenen Tempo – lauter Erinnerungen und Erfahrungen fürs Leben.

Natürlich ist jede Reise auch ein Wagnis. Finanziell und organisatorisch. Vor jeder Reise meldet sich der unvermeidliche Virus namens Gifti und infiziert die Clavins mit Zweifel und Ängsten. Wie der „globile“ Lebensentwurf trotzdem gelingt – und wie viel Spaß ein solcher Trip mit der ganzen Familie macht – zeigt WELTKLASSE.

Die Foto- und Filmshow ist ein gewaltiger Mutmacher und eine mitreißende Inspirationsquelle für Mamas und Papas, die von einer Familienauszeit träumen. Alle anderen dürfen sich auf beste Unterhaltung freuen.

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DVD 2 – Bonusmaterial: Infos zu Lebenstraumverwirklichung, Reisefinanzierung, Schulbefreiung, Gesundheit unterwegs, Reintegration in den Job. Plus Interview mit Amelie & Smilla, Trailer und Outtakes.

Die Bonus-DVD hält einiges an Zusatzmaterial bereit:
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#1

Annette und Malte Clavin öffnen Ihre Erfahrungsschatzkiste und verraten in einem 38-Minuten Film (von einem Profiteam gefilmt) alles Wichtige zu Reisefinanzierung, Gesundheit unterwegs, Job-Management und erstmals umfassendes Know-how zur Schulbefreiung. Annette hat bei über 150 Schulbefreiungen geholfen und berichtet hier über die wichtigsten Punkte.

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#2

Amelie und Smilla verraten dem Filmteam: Was was das Lustigste, Aufregendste, Schönste, Gefährlichste? Die größte Überraschung? Das leckerste Essen? Und um einen Lachkrampf kommen sie auch nicht herum.

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#3

Zu guter Letzt Fettnäppfen, Versprecher, Pannen: Die Outtakes!

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Rezensionen

Furchtbar. Grauenvoll. Mein Inneres schmerzt.

Denn ich kann nicht glauben kann, dass ich seit Jahren hier hocke, statt unterwegs zu sein. Emma, meine Tochter, mit der ich die DVD schaue, heult: „Ich will auch wieder reisen! Und zwar jetzt, da hab ich gar keine Lust, hier zu sein!“ Ich hasse Euch! :-)))))

So schöne Fotos. Verewigte Momente. Die fand‘ ich fast noch schöner als die Videos. Emma hat sich gekringelt, als Smilla die Limette aß. Und bei dem Lachanfall Eurer Mädels im Interview haben wir beide auf dem Boden gelegen. Super, dass das mit drin ist!

Als ich die erste DVD ansah, dachte ich, ich hätte gern mehr Infos. Aber auf der zweiten DVD wird eh alles beantwortet. Super- Aufteilung: Erst Herzgenuss (DVD 1) und dann Hirnbeschäftigung (DVD 2).

Fazit: Traumhafte Fotos und Videos, tolle Geschichten und viel Humor! Auf der zweiten DVD umfassende Informationen über das Langzeitreisen mit Kindern. Achtung, große Warnung: Wer die DVD anschaut, will sofort Koffer und Kinder packen und in die Ferne ziehen!

Martion Wiesler (Website)/ Autorin, Erzählerin, Familienlangzeitreisende / Puch bei Weiz, Österreich


Genial, fantastisch, so gut aufgebaut, spannend, unglaublich!

Die DVD ist ein Mutmacher der besonderen Art. Die Clavins schaffen es, mit ihren traumhaften Bildern und Filmausschnitten, ihren lebendigen und hilfreichen Tipps zum Reisen mit Kindern und dem kurzweiligen Aufbau, die Zuschauer tief in ihre Reiseerlebnisse hineinzuziehen. Die DVD eignet sich als ideale Vorbereitung für zukünftige Globetrotter, als krönender Abschluss einer eigenen Asienreise, als spannende Doku, die einen tiefen Einblick in das Leben und die Natur von Südostasien gibt und als Familienzeitvertrieb an einem regnerischen Sonntag. Zusätzlich zu erwähnen sind die zauberhaften Nahaufnahmen von Malte, das tolle Interview mit Smilla und Amelie und die ehrlichen sowie umfassenden Reisetipps auf der Bonus-DVD.

Fazit: Die DVDs sind genial, fantastisch, so gut aufgebaut, spannend, unglaublich. Ein Muss und eine Bereicherung für alle Familien, die eine Reise planen.

Nadine Hudson (Website) / Autorin, Lehrerin, Bloggerin, Familienlangzeitreisende / Steinen, Schweiz


WELTKLASSE ist wirklich weltklasse!

Die DVD macht Mut und Lust, Abenteuer mit der ganzen Familie zu erleben. Nicht immer nur auf Sicherheit zu setzen, sondern in die Welt hinauszuziehen. Denn es lohnt sich! Besonders überzeugend ist, dass Tochter Amelie selbst erzählt, wie toll sie die Reiseerlebnisse fand. Dazu traumhafte Fotos … super!

Die Film- und Fotoshow berichtet von drei Langzeit-Familienreisen nach Südostasien: Sri Lanka, Malaysia, Borneo, Brunei, Vietnam. Mit einem bzw. zwei jungen Mädchen. Auf zwei der Reisen ist die ältere Tochter sogar schon schulpflichtig. Die DVD informiert natürlich über die Reiseeindrücke, die Exkursionen und Erlebnisse. Diese erweitern das Bild der Welt und schweißen die Familie enger zusammen. Und wir lernen alles Mögliche über Länder, in denen wir noch nicht waren. Darüber hinaus aber geht es um die organisatorischen und psychologischen Hürden eines solchen Projektes: ‚Das könnt ihr doch nicht machen‘, ‚Wie wollt ihr das bezahlen?‘, ‚Was ist mit euren Jobs?‘ usw. Das sind Fragen, die sich jeder Familie stellen die – wie wir auch – Langzeitreisen mit Kindern unternehmen will. Auf www-weltreise-mit-kind.de, aber eben auch auf dieser DVD lässt sich Familie Clavin ‚in die Karten gucken‘. Das erleichtert, denn es wird klar: Das sind ganz normale (wenn auch sehr sympathische) Menschen wie du und ich. Wenn die das hinkriegen, schaffen wir das auch!

So zeigt ‚Weltklasse‘ am konkreten Beispiel etwas ganz Grundsätzliches: Träume wahr werden zu lassen geht – und lohnt sich!

Ulrich Hoffmann (Website) / Bestsellerautor (Sachbuch, Belletristik) / Hamburg


Fantastische Dokumentation.

Mit großer Freude haben wir Eure DVD angesehen! Obwohl wir schon viel in der Welt rumgekommen sind, hat uns diese fantastische Dokumentation unheimlich neugierig auf eine Reise unter Eurer Führung nach Burma gemacht.

Es hat uns ganz klar aufgezeigt, dass es sich lohnt, seine Träume zu verwirklichen und nichts aufzuschieben, sondern einfach zu machen. LIVE is FUN. Reisen und vor allem Abenteuer sind unwiederbringliche Lebenserfahrungen. Wir wünschen Euch weiterhin ganz viele tolle Reisen.

Stephan Christ (Website) / Unternehmensberater, Experte für Unternehmenswachstum / Kumhausen


Viel Inspiration. Schön persönlich und authentisch.

An einem verregneten Samstag haben wir die DVDs als Familienevent geschaut. Es gab uns viel Inspiration über neue Reiseziele nachzudenken und auch auf unserem Reiseweg gemeinsam weiter zu gehen – auch wenn es mit der Schule, sobald beide Kinder in die Schule gehen, nicht einfacher wird. Ich fand die Hinweise in dem Interview total gut und logisch.

Zunächst war es für uns alle ungewohnt eine Bildershow zu sehen, wenn man einen Film erwartet, als wir uns dann jedoch eingeschaut hatten, genossen wir die Abwechslung zwischen Fotos und Bewegtbildszenen.

Morten: „Ich fand die Szenen mit den Krebsen am besten. Da wo Amelie die Krebse im Netz fängt und auch die Stelle, als die riesen Pfeilschwanzkrebse zu sehen waren. Ganz schön eklig, dass man Krebse essen kann, aber das war cool.“

Merle: „Ich mochte es, dass so viele verschiedene und exotische Tiere zu sehen waren. Da müssen wir auch mal hin. Und die Wasserschlacht auf den Straßen möchte ich auch mal erleben! Außerdem war es ganz schön krass, als sie die Krokodile „geangelt“ , also gefüttert haben. Die Hängebrücke sah auch ganz schön gefährlich aus.“

Geertje: „Durch die hohe Qualität der Fotos hatte ich fast das Gefühl, einen Bildband durchzublättern, in den einige Bewegtbildszenen eingefügt waren. Ich mochte es, dass alle aus der Familie zu Wort gekommen sind und so verschiedene Perspektiven auf die Reisen zu sehen und zu hören waren. Schön persönlich und authentisch.“

Das Interview motiviert, loszuziehen und sich bei aufkommenden Fragen bei der Planung von Profis Rat zu holen. Solche Reiseträume umzusetzen, ist nicht utopisch. Ich bin schon ganz kribbelig, die nächste Reise zu planen, denn auch die Phase vor der eigentlichen Reise ist total spannend.

Geertje Jakob und ihre Kinder Morten und Merle / NordicFamily / Potsdam


Mit sehr viel Liebe gemacht.

Ganz weit weg und doch ganz nah bei sich selbst – Familie Clavin zeigt in dieser mit sehr viel Liebe gemachten DVD eindrucksvoll, dass eine Fernreise uns und vor allem unseren Kindern so viel mehr über die Welt, das Leben und uns selbst zu lehren vermag als jedes Schulbuch.

Ina Arlt-Kalthoff und Axel Kalthoff / KidsAway / Düsseldorf


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Expedition in die größte Höhle der Welt

Generated by Facebook Photo Fetcher 2


Mein Vietnam Höhlen-Trip in der BILD und B.Z.

Bild & B.Z.

Echt ‚unterirdisch‘: Mein Vietnam-Höhlentrip in der Bild und BZ (Berlin) heute. Zitat: „Von Berlin zum Mittelpunkt der Erde.“ Haha!

PDF des BILD-Artikels

PDF des B.Z.-Artikels

Ich habe eineinhalb Jahre gezögert diesen Text zu veröffentlichen: Mein erster großer und vielleicht wichtigster Vortrag überhaupt

Lange habe ich gehadert, ob ich über dieses Erlebnis schreiben soll. Eineinhalb Jahre lang. Bis heute.

„Nein, tu‘ das nicht!“ sage ich mir. Immer wieder klopfe ich mir auf die Hände. „Andere sollen über Dich sprechen, aber nicht Du selbst.“ Es sind diese alten Schwellenwächter, die immer wieder in mir aufschreien und verhindern wollen, dass sich etwas… – nein – dass ich mich ändere. Vielleicht kennen Sie das.

Dann, vor zwei Tagen, am 27. September habe ich auf einer Veranstaltung in Frankfurt folgende Worte von Florian Langenscheidt (genau, der aus der ‚Lexikon-Dynastie‘) gehört. Er sagte: „92 Prozent aller Sorgen erweisen sich als unbegründet.“

Wow. Das saß. Wie bei einem Höhlentaucher, der seine Flosse auf den Boden schlägt, hat das ein Sediment in mir aufgewirbelt, das noch lange brauchen wird, um sich wieder zu legen.

Also, worauf warte ich? Raus jetzt mit dem Text.

Es begann im Frühjahr 2012. Mein Photobusiness lief … naja … mau und ich sah mich neuen Einnahmequellen um. Ich verschicke eine Auswahl meiner Burma-Bilder an alle möglichen Vortragsveranstalter. In der Hoffnung, dass ich meine Bilder im Rahmen einer abendfüllenden Show zeigen könnte. Unter den Adressaten war auch Dieter Glogowski.

Ich hatte Glück: Dieter lud mich zu sich ein. Es war August 2012. Dieter fragt mich aus: „Hast Du denn schon mal so einen Vortrag gehalten?“ Ich verneinte. „Traust Du Dir das denn zu“. Ich zögerte und nickte. „Ich muss Dir etwas gestehen,“ sprach Dieter weiter „ich habe Dich schon für die Weitsicht im April 2013 eingeplant.“ Ich schluckte, lies mir meine kleine Freude und meine Riesenangst nicht anmerken, und sagte zu.

Dieter gab mir noch unzählige Tipps und Empfehlungen, darunter „Du musst den Vortrag vorher zehnmal halten.“ Jaja. Mach’ ich ja. Warum nimmt sich dieser Totalprofi für mich Totalvortragslaien nur so viel Zeit?

Rückblickend muss ich noch hinzufügen, dass es einen Riesenunterschied ausmacht, ob man einfach nur gute Bilder macht (kann ich) oder ob man einen guten Bildvortrag hält (konnte ich damals definitiv nicht.)

Was habe ich das unterschätzt!

Gleich nach dem Treffen mit Dieter programmierte ich wie ein Wahnsinniger an meiner Bildershow (man braucht dazu eine spezielle Software, mit der man Bilder schön überblendet und mit Musik und O-Tönen hinterlegt: Wings Platinum). Es ist sehr viel Bastelarbeit. So saß ich jeden Tag 12 bis 16 Stunden am Rechner und habe die erste Show gebaut. 10 Tage lang genau bis zu meinem ersten Vortrag auf Usedom. Es schuf eine multimediale Rundreise, einen Bilderknaller nach dem nächsten, eine Tour de Force durch Burma.

Es hat nicht funktioniert.

Usedom war strategisch so gewählt, dass ich mich bloß nicht vor Berliner Publikum – oder gar Freunden – blamieren würde. Der Vortrag zählte 35 Zuschauer. Ich habe gnadenlos überzogen. Zwei Stunden habe ich das Publikum mit meinen Bildern zugeballert. Eine Sehenswürdigkeit nach der anderen. Keine Pause. Bam bam bam.

Das Publikum flüchtete total ermüdet aus dem Saal. Dennoch, es war gut, dass ich die Schau dort hielt. Aber so könnte ich sie niemals auf Dieters Festival WEITSICHT halten. Ich müsste irgendwas noch drehen, ändern. Aber was? Wie?

Kurz vor Weihnachten 2012 habe ich beim Jahresendausmisten ein Buch über Drehbuchschreiben im Bücherregal wiedergefunden. Aha. Mal reingucken.

Während ich das staubige Buch durchblätterte, erinnerte ich mich: Während meiner ersten Reise nach Burma, 2005, fing ich überhaupt wieder an, zu fotografieren. Es war quasi eine Reinkarnation meines fotografischen Werdegangs – nachdem ich Jahre zuvor meine gesamte Fotoausrüstung verkauft hatte. In Burma überfiel mich eine frische namenlose Energie und ließ mich wie im Fieberwahn pausenlos Bilder machen. Auf der zweiten Burma-Reise, die ich alleine bestritt, habe ich nichts anderes gemacht, als vier Wochen lang „Geo-Fotograf“ zu spielen. Wenn ich schon keiner bin, dann tue ich halt so. Also habe ich meinen Traum vier Wochen lang gelebt.

Ich schlug das Buch zu. Warum sollte ich das nicht im Vortrag erzählen?

„Bist Du wahnsinnig solche persönlichen Dinge preiszugeben!“ schrie es in mir. „Was sollen die Leute denken? Du Angeber!“ So ging es wochenlang. Immer wieder geiferte mein innerer Kritikkobold „Gifti“. Er spuckte und meckerte, was das Zeug hält. „Du kannst das nicht! Spinnst Du!! Sie werden Dich auslachen, hahaha!!!“

Irgendwann durchschaute ich Gifti. Gifti hat einen großen Nachteil. Er reagiert nur. Er wird nie selbst aktiv. Vor Gifti kommt nämlich noch etwas anderes. Ich nenne es den „ersten frischen Impuls“. Diese erste wundersame, magische, pure Idee. Die aus der Mitte des Kopfes entspringt und Dir dann bewusst wird.

Gift kann nur die Fliegenpatsche nehmen und darauf rumhauen. Mehr nicht.

Und Gift … hält jetzt mal die Fresse.

Ich baute meinen Vortrag um, mit einigen Einsprengseln aus meinem Leben – nicht zu viel, das Publikum will ja auch was von Burma sehen.

Dann kam der große Tag in Darmstadt im April 2013.

„Die WEITSICHT ist ausverkauft.“ sagte mir Dieters Assistentin. Ja, was heißt da jetzt? „Das heißt: in jeder Vorstellung sitzen 730 Leute.“ Wie bitte? Siebenhundertdreißig. Es gibt keine Tickets mehr.

Das kann ja was werden.

Am Ende des ersten Festivaltages war ich mit der Probe an der Reihe, denn ich war der erste am darauffolgenden Sonntag. Es war 23:30 Uhr und die beiden Techniker wollten sicher nach Hause. Leider gab’s ein Mißverständnis und ich habe nicht die Dinge vorbereitet, die vorzubereiten waren. Was für ein Mist, meine Schuld, ich hätte nochmals nachfragen müssen. Wie peinlich. Dieter war sauer und das zu recht! Die Temperaturen am Technikpult stiegen deutlich an, aber schnell hat sich alles wieder beruhigt und vertragen. Dennoch: Es war alles meine Schuld.

Zurück im Hotel habe ich noch bis halb vier Uhr nachts meinen Vortrag eingesprochen. Ich wollte auf jeden Fall „liefern“ und die Erwartungen nicht enttäuschen.

Um 7 Uhr früh schreckte ich aus dem Bett, meditierte und spurtete ungefrühstückt zur Vortragshalle.

10 Uhr. Die Türen öffnen sich und die Masse strömt ein. Und wirklich, bis auf den letzten Platz ist der Saal voll. Ich höre meinen Herzschlag im Ohr. Dieter moderiert mich an, es geht los.

Es läuft gut. Doch in einem Kapitel komme ich ins Stocken: Meine Cousine Ulrike bringt 1976 die Geo-Erstausgabe aus Hamburg in meine Heimat Lüneburg mit. Vor mir zehnjährigem Pimpf entblättert sich eine exotische, ungesehene Welt… Ulrike ist nur wenige Wochen vorher, im Februar 2013, gestorben. Das greift mich jetzt an, ich ringe um Fassung. Ich lasse alles zu, was da kommen mag und denke „So bin ich und Ihr müsst mich so nehmen.“

Kurz vor dem Vortragsende Dank an die Burmesen und meine Familie, Abschlussworte und noch einmal fünf Minuten Liebeserklärung an die Burmesen: Meine schönsten Portraits unterlegt mit Musik, ausgewählt von meinem Patenkind Danilo, Ulrikes Sohn. Der Kreis schließt sich.

Dann geht das Saallicht an. Applaus. Dieter steht vorne an der Bühne und gibt mir ein Zeichen, dass ich in die Mitte der Bühne gehen soll. Das tue ich. Immer noch Applaus. Es hört nicht auf. Dieter kommt auf die Bühne, nimmt mich in den Arm, spricht irgendetwas zum Publikum. Ich sehe Tränen in seinen Augenrändern. Der alte Fuchs mit seinen über 25 Jahren Bühnen-, Festival- und Vortragserfahrung! Wie schön.

Dann stehen die Leute auf. Und klatschen weiter.

Es hört nicht auf. Es ist nicht zu glauben. Was passiert hier?

Nichts von dem habe ich auch nur im Entferntesten erwartet. Es ist eine der größten und schönsten Überraschungen meines Lebens. Ich bin sehr dankbar dafür. Es ist ein ganz großes Geschenk.

Ich möchte auch meinem Mentor Dieter an dieser Stelle noch einmal danken. Er steht mir immer und vorbehaltlos mit Rat, Tat und Hilfe zur Seite. Danke!

Jetzt sitze ich in hier Berlin, tippe diese Zeilen und frage mich, was da eigentlich passiert ist, welches magische Elixier ich auf der WEITSICHT gewinnen durfte. Ich glaube, es ist dies: Am Anfang war da ein kleiner Impuls, eine Idee, ein kleiner Strang. Mit viel regelmäßigem ‚Training’, Disziplin und Urvertrauen, mit diesen Düngern und Katalysatoren wuchs ein belastbarer Muskel, der nun Teil von mir ist.

Daher möchte ich Ihnen mitgeben: Vertrauen Sie dem ersten, frischen Impuls. Haben Sie Mut, Grenzen zu überwinden. Trainieren Sie Ihren „Muskel“.

 

Fotogalerie: Best of Sri Lanka 2014

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