Update: Meine Gedanken zum Rohingya-Konflikt in Burma/Myanmar

Noch immer liefert Burma/Myanmar regelmäßig Negativ-Schlagzeilen: Hunderttausende Rohingya leben in Camps in Bangladesch in zum Teil erbarmungswürdigen Umständen. Viele sind Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Die Uno spricht sogar von einer ‚ethnischen Säuberung‘ durch das burmesische Militär.

Zwei Fragen, die Ihnen sicher am Herzen liegen, möchte ich hier aus meiner persönlichen Sicht beantworten:

Ist meine Fotoreise ‚sicher‘ bzw. führt die Fotoreise in Konfliktregionen?

Ja, die Fotoreise ist sicher. Die bestehende Route ist fernab des Krisengebietes und eine Ausdehnung des Konflikts auf andere Teile des Landes ist unwahrscheinlich. Eine sehr gute Einschätzung zur Lage finden Sie auf dieser Website: https://www.travelnews.ch/destinationen/6511-myanmar-eine-frage-des-gewissens.html

Ist es ‘ok’, unter diesen Umständen überhaupt nach Burma/Myanmar zu reisen?

Aus meiner Sicht: Ja. Ich halte es stets für die beste Idee, selbst in ein Land zu reisen, sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen und sich sein eigenes Bild zu schaffen. Nicht hinfahren wird im Land nichts ändern.

Der eskalierter Konflikt an der Grenze zu Bangladesch hat zu einem Rückgang der Besucherzahlen in Myanmar von 50% – 70% geführt. Durch diese stark rückläufigen Touristenzahlen sind mittlerweile viele Existenzen – Reiseführer, Hotelpersonal, Busfahrer, Bootsführer, Reiseagenturen, Restaurants etc. – bedroht. In vielen Touristikfeldern wurde bereits massiv Personal entlassen.

Die Auslegung davon, was gemäß der Frage ‚ok‘ ist, ist immer eine persönliche Gewissensfrage. Und darauf muss jeder seine eigene Antwort finden.

Burma ist ganz sicher nicht das einzige Land, in dem streitbare politische Zustände existieren – aber trotz allem ein wunderbares Reiseland mit liebenswerten Menschen.

Meine Frau, unsere Gäste und ich – wir werden im Januar 2019 wieder nach Burma reisen und freuen uns sehr auf viele Begegnungen mit den Menschen dort.

Zur Fotoreise.