Meine Gedanken zum aktuellen Konflikt in Burma/Myanmar

Sie haben es sicher schon mitbekommen: Burma/Myanmar liefert täglich Negativ-Schlagzeilen: Hunderttausende Rohingya flüchten von nach Bangladesch. Viele Flüchtlinge sind Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Die Uno spricht sogar von einer ‚ethnischen Säuberung‘ durch das Militär.

Nun gibt es neue, positive Signale: De facto Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi prangerte am 19. Sep. 2017 die Menschenrechtsverletzungen an. Sie verkündete, internationale Hilfe zur Lösung des Konfliktes ins Land zu lassen und erklärte, dass Rohingya, die nachweislich aus Burma stammen, wieder in ihre Heimat zurückkehren können.

Zwei Fragen die Ihnen sicher am Herzen liegen:

Ist meine Fotoreise ‚sicher‘ bzw. führt die Fotoreise in Konfliktregionen?

Ja, die Fotoreise ist sicher. Die bestehende Route ist fernab des Krisengebietes und eine Ausdehnung des Konflikts ist unwahrscheinlich. Eine sehr gute Einschätzung zur Lage finden Sie  auf dieser Website: https://www.travelnews.ch/destinationen/6511-myanmar-eine-frage-des-gewissens.html

Ist es ok, unter diesen Umständen nach Burma/Myanmar zu reisen?

Aus meiner Sicht: Ja. Ich halte es stets für die beste Idee, selbst in ein Land zu reisen, sich mit den Menschen vor Ort auszutauschen und sich sein eigenes Bild zu schaffen. Nicht hinfahren wird im Land nichts ändern.

Durch den eskalierten Konflikt an der Grenze zu Bangladesch und die damit eventuell rückläufigen Touristenzahlen, wird die unschuldige Bevölkerung abgestraft.

Die Auslegung davon, was gemäß der Frage ‚ok‘ ist, ist immer eine persönliche Gewissensfrage. Und darauf muss jeder seine eigene Antwort finden.

Burma ist ganz sicher nicht das einzige Land, in dem streitbare politische Zustände existieren – aber trotz allem ein wunderbares Reiseland mit liebenswerten Menschen.

Meine Frau, unsere Gäste und ich – wir werden im Januar 2018 nach Burma reisen und freuen uns sehr auf viele Begegnungen mit den Menschen dort.

Zur Fotoreise.